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Mural Jacmel Haiti 2

Die Fotografin Nina Dietzel hat in Momentaufnahmen wunderbar die heutige Situation Haitis festgehalten. Nach dem Erdbeben im Jahr 2010 hat sich nämlich bereits einiges getan.

Haitis lebhafte Kunstszene, die mystische und liebevolle Energie, die hier zu spüren ist, ziehen viele Weltenbummler und Kunstinteressierte in ihren Bann.

Wussten Sie beispielsweise, dass es Haiti Im Jahre 1804, in Folge eines erfolgreichen Sklavenaufstandes, als erste unabhängige Nation in Lateinamerika und der Karibik geschafft hat, sich zur Republik zu ernennen?

Das in diesem Land jede Oberfläche zur künstlerischen Leinwand wird, beweisen die vielen bunt bemalten Pick-Ups und Geschäftsfassaden, die zusammen mit den detaillierten Kunstwerken und Portraits die von den vielen Straßenverkäufern angeboten werden, den eigentlich eher hektischen Alltag und das Straßenbild verschönern.

Lesen Sie hier noch weitere interessante Fakten über Haiti:
http://www.afar.com/magazine/5-ways-haiti-will-put-a-spell-on-you

azuaWenn Sie Geschichte und Kultur der Dominikanischen Republik kennenlernen wollen, sollten sie Villa Española oder heute Azua de Compostela, die Hauptstadt der Provinz Azua besuchen. Dieser wunderschöne Ort wurde 1504 von Diego Velázguez gegründet. Die Provinz wurde allerdings erst 1844, als die Dominikanische Republik die Unabhängigkeit erlangte, gegründet.

Azua bietet geschichtlich sehr wertvolle Monumente und Parks. Bei der Einfahrt nach Azua findet man direkt schon eine beeindruckende Büste in Gedenken an Guarocuya (Enriquillo), ein Nationalheld der Dominikanischen Republik. Ein weiterer Höhepunkt ist der Zentralplatz zu Ehren von Juan Pablo Duarte. Ein Treffpunkt im Dorf. Hier befindet sich auch die Kirche "Nuestra Señora de los Remedios", ein Koloniales Gebäude, das zwar mehrmals renoviert wurde, aber immer noch den Stil des 16. Jahrhunderts aufweist.

Wenige Meter entfernt vom Zentralplatz Juan Puablo Duarte findet man den Park "19 de Marzo", wo sich das Heldenmonument zu Ehren der Schlacht vom 19. März befindet.

Bis heute sehr vernachlässigt ist das Monument "Convento La mercedes de Pueblo Viejo", welches leider am 18. Oktober 1751 durch ein Erdbeben total zerstört wurde. Es wurde von katholischen Mönchen gebaut und hier werden auch jeweils Messen gehalten zu Ehren der Jungfrau Mercedes, welche die Schutzheilige von Azua de Compostela ist.

Quelle: http://hoy.com.do/ , 21. Mai 2015

Puerto Plata hat ein neues Museum, welches das persönliche, politische und auch freiheitskämpferische Leben von General und Nationalheld Gregorio Luperón aufzeigt. Das Museum ist in einem viktorianischen Haus aus dem 19. Jahrhundert untergebracht.

indexIm Haus, können die verschiedenen Wohnräume des Nationalhelden sowie diverse Objekte, welche von ihm als auch seiner Ehefrau Ana Luisa Tavares und seiner Tochter Luisa Luperón Tavárez benutzt wurden. Hier hat Gregorio Luperón nicht nur einen Teil seines Lebens verbracht, hier ist er auch gestorben.

Bei den Ausstellungsobjekten handelt es sich teilweise um Originale als auch um Nachbauten, sie wurden von diversen Privatpersonen gestiftet. Besucher des Museums können das Leben des General Luperón außerdem durch viele Fotos nachverfolgen oder teilweise auch durch Videos, welche in einem separaten Saal gezeigt werden.

Im Museum findet man auch eine Terrasse, Cafeteria und ein Souvenirladen sowie ein Amphitheater, wo teilweise Events und Lesungen statt finden. Die Besucher können sich außerdem mit Requisiten aus der Viktorianischen Zeit verkleiden und fotografieren.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 8:00 - 17:00 Uhr
Kosten Erwachsene: RDP 200.-
Kosten Kinder: RDP 100.-
Adresse: Straße 12 de Julio, Nummer 54, Ecke Padre Castellanos in Puerto Plata.

Quelle: http://hoy.com.do , 14. Mai 2015

Kürzlich eröffnete das Heilige Museum der Stadt La Vega, ein Werk von internationaler Bedeutung, die La Vega noch mehr zur Weltkultur-Stadt macht.

lavega1Lange Jahre wahren die nötigen Mittel nicht vorhanden. Doch nun ist es vollbracht. Das heilige Museum der Stadt La Vega ist Realität. Im Museum sind verschiedene jahrhundertealte Schätze der Katholischen Kirche ausgestellt. Hier findet sich eine Sammlung, die vom vierzehnten Jahrhundert bis zum zwanzigsten Jahrhundert reicht. Die älteste Relikte stammen von 1300-1399.

Geschichte
Christoph Kolumbus und die Spanier brachten die Kultur und Religion ihres Volkes nach La Vega. Sie wurde nach dem Admiral benannt, welcher die Stadt gründete und sie mit der Spanischen Stadt Vega verglich. Vega bedeutet grüne Ebene. So fand der Weg des Glaubens auf die Insel und in Santo Domingo wurde die erste Kirche in Amerika erbaut.

Aus diesem Grund und mit der Vision von Bischof Juan Antonio Flores Santana, der die großen Schätze der indianischen Kultur (Taino) und des katholische Glaubens zusammenstellte, wurde kürzlich das heilige Museum im Zentrum der Stadt lavega2eröffnete.

Ein Visionär: Bischof Flores
Von Anfang seines Bistums in den 70er Jahren, und während mehr als 50 Jahren, widmete sich der kürzlich verstorbenen Monsignore Antonio Flores Santana der Sammlung und Erforschung von historische Stücken der Religion.
Im heiligen Museum finden sich einige Schätze unsere Ureinwohner, darunter Gemälde, Porträts, welche uns erhalten blieben. Die überwiegende Mehrheit wurde von Bischof Flores zusammen gestellt.
Erst im 2010 wurden alle Schätze von einem Expertenteam klassifiziert und restauriert, dank des Tourismus Ministeriums, welches das Gebäude unter der Leitung des lokalen Architekten Ariosto Montisano designte.
„Ein langer Prozess, so dass man heute – einige Tage nach der Eröffnung - dieses majestätische Museum besichtigen kann.“ sagt Cesar Abreu, kulturhistorische Berater des Museums.

Historischer Reichtum
Die Objekte der Galerie sind von unschätzbarem Wert. Die historische, kulturelle und religiöse Bedeutung ist nicht nur für die Dominikanische Republik interessant, sondern auch für Amerika.
lavega3Das Bild der Virgen de la Antigua konnte erhalten bleiben. Es ist ein Gemälde aus dem XVI Jahrhundert und im Renaissance-Stil gemalt, es ist für ihre Anhängern von großem Wert.
Ein weiterer interessanter Schatz sind die Kopien der Landkarten, auf welchen man die Reise des Admirals nachverfolgen kann. Ein Besuch ist interessant für alle Altersgruppen und wird von Gregorio Marble geführt.

Erwartungen
"Die Leute haben keine Ahnung, dass so etwas in La Vega existiert. Das Museum muss keines Falls die großen Museen beneiden. Unsere Interesse ist es bekannter zu machen, damit es oft besucht und geschätzt wird.", sagte Abreu.
"Wir hoffen, dass dieses Museum helfen wird die neuen Generationen zu einem Besuch zu verlocken und diese den Sinn unserer Religion erlernen und verstehen. Außerdem wollen wir natürlich die Position von La Vega als „Eingangstor des Christlichen Glaubens in Amerika“ verteidigen.“, schließt Abreu.

Artikel und Fotos: 22.02.2015, http://www.listindiario.com